


Am Anfang steht fast immer ein einzelnes Gewerk. Das Dach. Und beim Gerüst stellt sich heraus, dass die Dämmung gleich mit gemacht werden sollte, weil das Gerüst sonst zweimal steht. Dann kommt der Schornsteinfeger und sagt etwas zur Heizung. So werden aus fünfzehntausend Euro schnell vierzig.
Genau an dieser Stelle entscheidet sich, ob eine Sanierung teuer oder sehr teuer wird. Wer den Dispo nimmt oder das Vorhaben in drei Etappen zerlegt, zahlt am Ende drauf: beim Zins, beim Gerüst und bei den Handwerkern, die zweimal anrücken.
Ein Kredit für die Sanierung ist deshalb keine Notlösung, sondern meistens die günstigere Variante. Welche Form die richtige ist, hängt an der Summe und daran, ob Ihre Immobilie schon belastet ist.
Dach, Dämmung und Fenster, meistens in dieser Reihenfolge
Heizungstausch, oft zusammen mit der Dämmung geplant
Bad und Elektrik, besonders bei Häusern, die noch nie saniert wurden
Anbau, Ausbau des Dachgeschosses oder Umbau für das Alter
Renovierung nach einem Erbfall, bevor vermietet oder verkauft wird
Ein Kredit für Renovierung und Einrichtung nach dem Kauf
Immobilie, Versicherung und Finanzierung im selben Haus. Nach einer Sanierung ändert sich der Wert Ihres Hauses, und damit oft auch die richtige Versicherungssumme.
Drei Wege, und welcher passt, hängt weniger am Zins als daran, was auf Ihrem Haus schon eingetragen ist und wann Sie kaufen.
Wenn Sie ein Haus kaufen, das ohnehin Arbeit braucht, gehört die Sanierung in dieselbe Finanzierung wie der Kaufpreis. Das ist fast immer der günstigste Weg, weil die Grundschuld nur einmal bestellt wird und die Bank das Objekt im sanierten Zustand bewertet. Dafür muss die Summe vor dem Notartermin stehen. Mehr dazu auf der Seite Baufinanzierung.
Ab größeren Summen der günstigere Weg. Die Bank bekommt eine Sicherheit im Grundbuch und gibt dafür bessere Konditionen. Dazu kommen Notar und Grundbuchamt, und die Bank sieht sich das Objekt an. Bei einem größeren Vorhaben holt der Zinsunterschied diese Kosten meist wieder herein.
Der übersehene dritte Weg. Wenn auf Ihrem Haus schon eine Grundschuld liegt und ein Teil davon durch Ihre Tilgung frei geworden ist, lässt sich diese Sicherheit oft erneut nutzen. Dann gibt es keine zweite Grundschuld und keinen zweiten Notartermin. Besonders naheliegend, wenn ohnehin die Zinsbindung ausläuft.
Was soll gemacht werden, was muss gemacht werden, was hat Zeit. Diese Trennung spart oft mehr Geld als jeder Zinsvergleich.
Ohne Kostenvoranschläge kann niemand seriös finanzieren, auch wir nicht. Zwei bis drei Angebote je Gewerk, und wir ordnen mit Ihnen ein, was darin steht.
Mit oder ohne Grundbuch, oder als Aufstockung. Wir rechnen die drei Wege für Ihre Summe durch, inklusive der Nebenkosten.
Passt ein Programm, und bringt es nach Abzug der Auflagen und des Energieberaters wirklich etwas? Diese Frage gehört vor die Bankanfrage.
Wir fragen bei mehreren Banken an und legen die Rückmeldungen nebeneinander. Rate, Laufzeit, Sondertilgung, Gesamtkosten.
Je nach Form auf einen Schlag oder nach Baufortschritt. Wir sagen Ihnen vorher, welche Rechnungen die Bank sehen will, damit das Geld fließt, wenn die Handwerker da sind.
Ein Rechner für Modernisierungskredite ersetzt kein Angebot, aber er zeigt die Größenordnung. Ziehen Sie die Summe auf den Betrag Ihrer Kostenvoranschläge.

Ein großer Teil der Häuser hier stammt aus der Zeit vor 1949, viele wurden in den Neunzigern in Etappen saniert und seitdem nicht mehr. Das führt zu einer Reihenfolge, die sich fast immer wiederholt:
Zuerst das, was Wasser abhält. Dach und Regenrinne vor allem anderen, weil jeder weitere Schaden daraus folgt.
Dämmung zusammen mit dem Dach, solange das Gerüst ohnehin steht. Getrennt kostet das Gerüst zweimal.
Fenster danach, nicht davor. Dichte Fenster in einem ungedämmten Haus verschieben nur den Ort, an dem es feucht wird.
Die Heizung zuletzt, weil sie kleiner ausfallen darf, wenn das Haus vorher dicht ist. Wer zuerst die Heizung tauscht, kauft oft eine Nummer zu groß.
Innen alles, was geht, wenn ohnehin Wände offen sind: Elektrik und Leitungen.
Beim Heizungstausch ist die Förderung fast immer das erste Thema, und fast immer wird sie nur von einer Seite betrachtet. Ein Zuschuss ist aber kein Geschenk, sondern ein Tausch: Geld gegen Auflagen.
Drei Punkte, die dabei regelmäßig untergehen:
Fast jedes Programm muss beantragt sein, bevor der erste Handwerker beauftragt wird. Wer zuerst baut, verliert den Anspruch vollständig.
Förderdarlehen laufen meist über dasselbe Institut, das auch den Hauptkredit stellt. Die Wahl der Bank entscheidet also über die Förderung mit.
Bei energetischen Maßnahmen wird oft ein Energieberater verlangt. Der kostet Geld und Zeit, beides gehört in die Rechnung.
Wir prüfen das bei der Anfrage mit und sagen Ihnen, was am Ende übrig bleibt. Manchmal ist die Antwort: weniger, als es aussieht, und der einfachere Kredit ist unterm Strich der bessere.

Sechs Wege, eine Sanierung zu bezahlen. Dieser Modernisierungskredit-Vergleich nennt keine Zinssätze, weil die sich ständig ändern. Er nennt das, was gleich bleibt.
| Weg | Wann er passt und was er kostet |
|---|---|
| Ratenkredit ohne Grundbuch | Kleinere Summen, schnell verfügbar, keine Nebenkosten, dafür ein höherer Zins und eine feste Laufzeit. Diesen Weg gehen Sie direkt bei Ihrer Bank, wir vermitteln ihn nicht. |
| Modernisierungsdarlehen mit Grundschuld | Größere Summen. Deutlich günstigerer Zins, dafür Notar, Grundbuchamt und eine Objektbewertung durch die Bank. |
| Aufstockung des laufenden Darlehens | Wenn die Grundschuld schon eingetragen und teilweise frei ist. Oft der günstigste Weg, weil die Sicherheit bereits besteht. |
| Förderdarlehen | Wenn die Maßnahme in ein Programm passt und Sie die Auflagen erfüllen wollen. Antrag zwingend vor der Auftragsvergabe. |
| Aus dem Ersparten | Immer zuerst durchrechnen. Aber nicht die Rücklage leerräumen: ein Haus in Sanierung produziert Überraschungen, und dafür braucht es Luft. |
| Dispo oder Kreditkarte | Der teuerste Weg von allen. Als Zwischenlösung für ein paar Wochen vertretbar, als Finanzierung einer Sanierung nie. |

Unser Büro steht in Annaberg-Buchholz. Bei einer Sanierung zählt Ortskenntnis doppelt: einmal für die Bank, die das Objekt bewertet, und einmal für die Frage, welche Handwerker in absehbarer Zeit Kapazität haben.
Im Erzgebirgskreis sind wir seit 1994 unterwegs, dazu regelmäßig in Chemnitz und im Raum Zwickau. Was hier fast jeden betrifft: die Häuser sind alt, oft denkmalgeschützt, und in der Annaberger Altstadt kommt zu jeder Maßnahme die Frage dazu, was überhaupt erlaubt ist. Das gehört vor den Kostenvoranschlag, nicht danach.
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Schicken Sie uns Ihre Kostenvoranschläge und sagen Sie uns, was auf Ihrem Haus schon eingetragen ist. Wir rechnen die drei Wege durch und die Förderung dagegen.

Schildern Sie uns kurz Ihr Vorhaben. Wir melden uns per Telefon oder E-Mail, Mo-Fr innerhalb eines Arbeitstages, und sagen Ihnen, welcher Rahmen realistisch ist.